Biertransport
Unsere Bildergalerie zeigt Bierbeförderungstraditionen der unterschiedlichsten Art. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf historischen Beförderungsmöglichkeiten.
Biertransport mit Pferdefuhrwerken
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde Bier vorwiegend mit Ochsen- und Pferdewagen ausgefahren. Rinder galten als wirtschaftlich, weil sie mit Biertreber (Rückstand beim Bierbrauen) gefüttert und später als Mastbullen lukrativ verkauft werden konnten.
Für den Transport im engsten Umkreis der Brauereien wurden auch einachsige Handwagen verwendet, mit denen 2 - 3 Fässer und 1 - 2 Flaschenkästen transportiert werden konnten.
Das traditionellste Bierbeförderungsmittel bildete jedoch jahrzehntelang das Pferdegespann. In den deutschen Brauereien wurden 1904 mehr als 50 000 Pferde zum Transport eingesetzt.
Die typischen Gespannwagen für Faßbier und - je nach Wetterlage - auch eisgekühlte oder geheizte Flaschenbierwagen gehörten um 1900 zum alltäglichen Straßenbild.
Die Pferdegespanne blieben bis in die 1920er Jahre die tragende Säule in den Brauerei-Fuhrparks und wurden dann immer mehr von den LKW abgelöst.
Die Brauindustrie zählte schon immer zu den meist-motorisierten Gewerben in Deutschland. Bereits 1898 wird von einem der ersten Daimler-Güterwagen mit Benzinmotor berichtet, der als „Bierverschließwagen“ in Berlin zum Einsatz kam.




