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Archenhold - Sternwarte - Die Montierung

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Die Montierung

Riesenfernrohr

Riesenfernrohr

Die Schlosserei Hoppe war 1896 für die Konstruktion und den Bau der Montierung beauftragt. Paul Hoppe arbeitete an der Konstruktion wesentlicher Elemente. Sein Vorschlag war es wohl auch, das Okular im Schnittpunkt der beiden Drehachsen des Fernrohrs anzubringen. Dadurch wird eine aufwendige bewegliche Beobachterplattform gespart.
Der Beobachter steht auf einer Plattform inmitten des Geräts und kann bequem durch das Okularende sehen.

Das Fernrohr hat eine Gesamtmasse von 130 Tonnen. Dennoch muss es sehr feinfühlig bewegt werden können - eine wirkliche Herausforderung. Weltweit gibt es nur eine handvoll Menschen, die eine Berechtigung haben, dieses Fernrohr zu bedienen.

Funktionsweise und Aufbau der Montierung des Riesenfernrohrs

Schnittzeichnung der Montierung

Schnittzeichnung der Montierung

Die Lagerung ist auf zwei ineinander geschachtelte Montierungen verteilt, so erhält man zwei Teile je Achse.

Die großen Kräfte (Gewicht) werden von Rollenlagern der äußeren Montierung aufgenommen (gelb):
Für die schräge Stundenachse sind das zwei jeweils drei Meter große und weitere kleinere Räder, die über Laufkränze die Achse stützen. Die Deklinationsachse läuft in zwei großen Rollenlagern. Beide Lager können aber die Achsen nicht genau genug führen.

Diese genaue Führung übernehmen Gleitlager der inneren Montierung (rot):
Für die Stundenachse ist dies die Achse selbst, die in Gleitlagern läuft. Die Deklinationsachse wird durch zwei faustgroße Eisenkugeln in Gleitschalen geführt.

Beide Systeme bilden so zwei ineinander geschachtelte Gabelmontierungen (gelb und rot), nur durch eine große Traverse an der Deklinationsachse miteinander verbunden.
An dieser Traverse sind dann das eigentliche Fernrohr und die beiden großen Gegengewichte (jeweils 9t Masse) angebracht (blau).

Beide Achsen werden (schon von Anfang an) elektrisch angetrieben. Für den Grobantrieb dienen Motore von 4kW und 6kW, für den Feinantrieb zwei Motore von 0,5 kW.