Sonnenphysikalisches Kabinett
Sonnenphysikalisches Kabinett
Auf dem Freigelände der Sternwarte befindet sich das Sonnenphysikalischen Kabinett. Sie können hier die Sonne auf verschiedenste Weise beobachten.
Ein Jensch-Coelostat fängt das Licht der Sonne ein und lenkt es in das Gebäude. Dabei fällt das Licht durch ein feststehendes, liegendes Fernrohr. Im Kabinett wird das ca. 80 cm große Bild der Sonne auf eine Leinwand projiziert. Sie können die Sonnenflecke, die Randverdunklung und Fackelgebiete deutlich erkennen.
Lichteintritt in die optische Bank
Über vier 60°-Prismen kann das Sonnenlicht in seine Spektralfarben zerlegt werden. Der sichtbare Teil des Spektrums wäre etwa 3 Meter lang, er passt nicht mit einem Mal auf die Leinwand. Schalten wir einen Spektrografenspalt zwischen, können Sie hunderte der Frauenhoferschen Linien im Spektrum sehen. Der Clou ist ein schmalbandiges H-alpha-Filter. Mit ihm lassen sich auch die gewaltigen Protuberanzen und sonstige aktive Zonen auf der Sonne beobachten.
Das Sonnenphysikalische Kabinett wurde 1965 zusammen von Diedrich Wattenberg, dem damaligen Direktor und Ing. Edwin Rolf (Rathenow) konzipiert und fertiggestellt.
